Manker

Werner Kofler

Die Ausgangssituation: Ein Schriftsteller vergleicht am Schreibtisch die Realisierung seines Hörspiels, eines Monologs, mit dessen Partitur.
Das zunehmende Entsetzen über die Interpretation, über falsche Tempi und Töne, überwindet er, den Schauspieler bald nach-, bald ihm Vorhaltungen machend, in Form einer Transkription, einer Rückübersetzung des Hörspiels in furiosen Prosatext.
So entsteht ein Monodrama, in dem der Interpret an bestimmten Stellen vom Autor unterbrochen und mit Abschweifungen bestraft wird: mit Exkursen in die Welt der Operette und Erörterungen des sogenannten Karfreitagsmordes, der Geschichte einer Lebensschreibmaschine und der Planung eines Mordes im Konjunktiv, mit verstiegenen Vernichtungswünschen und nicht mehr unterbietbaren Geschmacklosigkeiten.
Ein großes, unbarmherziges Wortgewitter.

Über den Autor

Werner Kofler

Werner Kofler, geboren 1947 in Villach, gestorben 2011 in Wien. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Elias-Canetti-Stipendium 1987, dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur 1990 und dem ...

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