Mani Matter

Mani Matter

Wilfried Meichtry

Jedes Kind kennt in der Schweiz seine Musik - und liebt sie wie jeder Erwachsene, weil jedes Lied von ihm magisch genau die helvetische Seele trifft. Als Mani Matter mit nur 36 Jahren 1972 bei einem Autounfall ums Leben kam, war er bereits selbst zum Mythos geworden. Mit seinen berndeutschen Chansons hat er die Menschen verzaubert. Aber Mani Matter war nicht nur ein begnadeter Dichter, er war Staatstheoretiker, Philosoph und Familienvater. Vierzig Jahre nach dem Tod zeichnet der Historiker Wilfried Meichtry auf der Basis vieler bislang unbekannter Dokumente das Leben Matters nach - die faszinierende und spannende Biographie eines Manns, der mit seinen Liedern ein Land geprägt hat.


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Wilfried Meichtry

Wilfried Meichtry

Wilfried Meichtry, geboren 1965 in Leuk-Susten im Wallis, ist promovierter Historiker und Germanist. Nach dem Studium arbeitete er als Gymnasiallehrer, seit 2002 ist er selbständiger Publizist. Meichtry konzipiert Ausstellungen und ...

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Lesung aus „Mani Matter. Eine Biographie“

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Kommentare

Christian Vontobel
30.06.2013

Dass Mani Matter in seinen Chansons weiterlebt, daran besteht kein Zweifel. Ihr virtuoser, ironischer, liebevoller und nachdenklicher Tonfall spricht die Jugend immer wieder an und fordert zur Nachahmung heraus. Nun erinnert die umfangreiche und hintergründige Biographie von Wilfried Meichtry auch die Erwachsenen, zumal die ältere Generation als seine Zeitgenossen, an den Berner Troubadour, der sich mit ganz neuen Tönen und Themen in die damaligen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen gestellt hat. Wir lernen einen anderen Mani Matter kennen, einen hellsichtigen Zeitzeugen, der die gesellschaftliche Bewältigung der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges auch als geistige Herausforderung angenommen hat und dazu sein existentialistisches und politisches Credo formuliert hat. Die zitierten Dokumente aus seinen Tagebüchern und Briefwechseln belegen die intensive geistige Anstrengung, die in den Chansons dann so kunstvoll und prägnant vermittelt wurde. Es wird aber auch die persönliche Tragik spürbar, wenn er als gut schweizerisch-nachdenklicher Liedermacher grosse Anerkennung erfahren durfte, seine Skepsis gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung aber gerne überhört wurde. Die absolut lesenswerte Biographie öffnet unseren Blick auf die damaligen Veränderungen, die mit der 68-er Bewegung, dem Durchbruch zu mehr Individualismus und zu mehr Verantwortung für die Schöpfung eine noch heute wirksame und aktuelle Bedeutung bekamen. Mani Matter soll auch durch sein Leben ein wichtiger Zeitgenosse unserer heutigen Gesellschaft bleiben.


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