Lügen Sie, ich werde Ihnen glauben

Lügen Sie, ich werde Ihnen glauben

Anne-Laure Bondoux, Jean-Claude Mourlevat

Ein E-Mail-Roman voller Witz und Charme – der beweist, dass man sich auch in Worte verlieben kann!

Als der berühmte Schriftsteller Pierre-Marie Sotto ein dickes Kuvert in seinem Briefkasten findet, hat er, im Glauben, es handle sich um ein Manuskript, zunächst nur eines im Sinn: zurück damit an die Absenderin! Doch anstatt Adeline, „groß, brünett, dick“ (wie sie sich selbst beschreibt), und ihre mysteriöse Sendung so schnell wie möglich wieder loszuwerden, kommen sich die beiden – per E-Mail – schon bald so nahe, dass einer ohne die Nachrichten des anderen nicht mehr sein kann. Bis das ominöse Paket seine Überraschung preisgibt ... Eine Liebesgeschichte der besonderen Art, ein E-Mail-Roman voller Witz und Eleganz – beste Unterhaltung aus Frankreich!


Über den Autor

Anne-Laure Bondoux

Anne-Laure Bondoux

Anne-Laure Bondoux, geboren 1971, liebt die Landschaft, die an einem Zugfenster vorbeizieht, englische Popmusik und die Filme der Coen-Brüder.  

Mehr über den Autor

Über den Autor

Jean-Claude Mourlevat

Jean-Claude Mourlevat

Jean-Claude Mourlevat, geboren 1952, geht gerne auf Reisen und kommt gerne zurück, liebt alles von Bach, echte Brombeermarmelade, Rugbyspiele und die Filme der Coen-Brüder.      

Mehr über den Autor

Weitere Empfehlungen für Sie

Lügen Sie, ich werde Ihnen glauben

5 Fragen an …

Anne-Laure Bondoux und Jean-Claude Mourlevat

Kennen Sie beide einander schon lange? Wie sind Sie auf die Idee gekommen, gemeinsam ein Buch zu schreiben?

Anne-Laure Bondoux: Meine erste Erinnerung an Jean-Claude ist eine lange Unterhaltung über das Schreiben. Es war irgendwo in Südfrankreich anlässlich einer Buchmesse vor fünfzehn Jahren. Wir saßen zum Abendessen mit fünf oder sechs anderen Schriftstellern an einem Tisch. Es war herzlich, offen und voller Leidenschaft. Ich hatte damals erst ein oder zwei Bücher geschrieben, und ich erfuhr, dass es noch andere einsame Individualisten gab, die sich, genau wie ich, freuten, über ihre Arbeit zu sprechen. Das war ein großer Spaß! Ich glaube, Jeanne Benameur war dabei. Erinnerst du dich, Jean-Claude?

Jean-Claude Mourlevat: Ja, ich erinnere mich gut. Ich hätte damals nie gedacht, dass wir es fünfzehn Jahre später so weit bringen würden. In der Zwischenzeit habe ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt, mit jemandem zusammen zu schreiben, aber ich wusste nicht, dass gerade du die richtige Person warst!

Wie kann man sich die Arbeit an diesem Buch vorstellen? Haben Sie sich tatsächlich E-Mails geschrieben? Haben Sie sich die Rollen beim Schreiben aufgeteilt? Oder sind Sie beide Adeline und Pierre-Marie?

Anne-Laure Bondoux: Wir haben unsere Zusammenarbeit ohne Thema und ohne Plan begonnen. Und wir hatten keine Ahnung, ob sie fünf Minuten oder sechs Monate dauern würde. Jean-Claude hat sich ganz einfach mit der Rolle eines 60-jährigen Schriftstellers identifiziert. Er hat den Vorwand für die erste E-Mail erfunden: einen dicken Briefumschlag, den er in seinem Briefkasten findet. Er hat die Senderin Adeline genannt, und ich habe gerne diese Rolle übernommen.

Jean-Claude Mourlevat: Aber ein paar Wochen später, habe ich eine E-Mail an Anne-Laure mit „Lieber Max!” angefangen. Das war eine große Überraschung für sie! Ich hatte sie nicht vorgewarnt! Nach kurzem Zögern ist sie also Max geworden. Und sie hat sich dann andere Figuren ausgedacht und damit mich überrascht!

Haben Sie sich das Genre Briefroman bzw. E-Mail-Roman bewusst ausgesucht, gibt es Vorbilder? Oder ist es zufällig diese Form geworden?

Jean-Claude Mourlevat: Ich kann mir kaum vorstellen, dass man zu zweit etwas anderes als einen Briefroman schreiben kann. Da es modern sein sollte, haben wir uns für E-Mails entschieden. Ich für meinen Teil habe nirgendwo Anleihen genommen, obwohl ich „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor sehr gemocht habe.

Anne-Laure Bondoux: Ich hatte „Gut gegen Nordwind“ gelesen, am Swimmingpool, im Sommer. Zu meiner großen Überraschung habe ich beim Lesen des E-Mail-Austauschs zwischen den beiden Figuren ein angenehmes Suchtgefühl empfunden.

Haben Sie viele E-Mails von Leserinnen und Lesern bekommen? Gab es Reaktionen, die Sie überrascht oder amüsiert haben?

Anne-Laure Bondoux: Ja, viele Leser haben uns geschrieben, das stimmt. Und viele reagieren auf ihren Blogs oder in den Unterhaltungen in diversen Foren. Eine Geschichte hat mich besonders berührt: Nachdem sie unser Buch gelesen hat, hatte eine Leserin das Bedürfnis, ein E-Mail an eine Freundin zu schicken, die sie aus den Augen verlorenen hatte. Diese Freundin war an Krebs erkrankt und die beiden Frauen hatten sich voneinander entfernt. Unser Roman hat sie wieder zusammengebracht und sie konnten das Band ihrer alten Freundschaft erneuern.

Jean-Claude Mourlevat: Viele Leserinnen und Leser haben sich wegen dieser verdammten Auslassungspunkte (…), die Pierre-Marie (der Schriftsteller) zu hassen behauptet, bei mir gemeldet. Manche sind seiner Meinung, aber die meisten verteidigen diese Punkte leidenschaftlich. Diese Affäre hat einen regelrechten Fortsetzungsroman ausgelöst!

Planen Sie, gemeinsam weiterzuschreiben?

Jean-Claude Mourlevat: Diese Frage kommt immer wieder. Ich würde sehr gerne noch einmal mit Anne-Laure schreiben. Das war ein solcher Spaß. Ein neuer Briefroman? Warum nicht? Aber dazu brauchen wir eine hervorragende Idee. Ich möchte keinesfalls, dass die Leser hinterher denken, wir hätten es aus bloßem Kalkül gemacht. Lassen wir uns Zeit!

Anne-Laure Bondoux: Ich stelle fest, Jean-Claude, dass du deine Politik in Bezug auf diese Frage klar geändert hast! Ich erinnere mich nämlich, dass du eher „nein“ gesagt hattest. Bei mir bleibt die Möglichkeit offen. Ich bin ganz deiner Meinung: die Sache eilt nicht. Aber wer weiß? Manchmal reicht ein einfacher Briefumschlag … und los geht‘s!

Leseproben

Ihr Kommentar


* Diese Angaben sind verpflichtend