Kitsch und Tod

Saul Friedländer

"Bei Kriegsende war der Nazismus die fluchbeladene Seite der abendländischen Zivilisation, der Inbegriff des Bösen." Doch die Aufmerksamkeit verlagerte sich dann schrittweise "vom Grauen und Schmerz … zu wollüstiger Beklemmung und hinreißenden Bildern". Dies konstatierte der berühmte Historiker Saul Friedländer und untersuchte den Nationalsozialismus als politisch-ästhetisches Phänomen unserer Zeit. Die ästhetische Faszination durch Kitsch und Tod unterzieht Friedländer einer kritischen Analyse und kommt zu dem Fazit, dass dieses Phänomen nicht mit den Mitteln der Ästhetik bewältigt werden könne – es sei denn, man wolle einer geistig-moralischen Verwirrung Vorschub leisten.

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Saul Friedländer

Saul Friedländer, geboren 1932 in Prag konnte 1939 vor den deutschen Besatzern in Frankreich in Sicherheit gebracht werden. 1948 wanderte er nach Israel aus und studierte zunächst in Tel Aviv, später in Paris und Genf. Dort lehrte ...

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