Ich hätte es wissen müssen

Ich hätte es wissen müssen

Tom Leveen

Aus einem Facebook-Post wird Cyber-Mobbing – und aus einer einzigen Nacht wird ein Kampf um Leben und Tod

Mitten in der Nacht klingelt das Handy der 16-jährigen Tori. Der Anrufer heißt Andy und behauptet, Tori rein zufällig angerufen zu haben. Andy bittet Tori, ihm einen einzigen Grund zu nennen, warum er nicht Selbstmord begehen soll. Ausgerechnet Tori! Sie, die beschuldigt wird, mit ihren Posts auf Facebook einen Mitschüler in den Freitod getrieben zu haben. Will Andy sie nur vorführen? Aber was, wenn er die Wahrheit sagt? Wenn er wirklich seine große Liebe verloren hat? Und nun mit seinem Wagen an der Klippe steht, bereit, sich hinunterzustürzen? Tori muss etwas einfallen, und zwar schnell! Freundschaft in den Zeiten von Social Media – ein spannender Roman zu einem aktuellen Thema.


Über den Autor

Tom Leveen

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Tom Leveen ist Mitgründer von Chyro Arts Venue, einem Kunstraum, der darstellenden und bildenden Künstlern Auftrittsmöglichkeiten bietet. Als dortiger Leiter organisierte er seit 1988 Ausstellungen, Konzerte und Events und führte ...

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Presse

„Dieses Jugendbuch geht unter die Haut und ist sicherlich eines der eindrucksvollsten zum Thema Cybermobbing. … Die Geschichte eines gnadenlosen Mobbings aus der Sicht einer Täterin … die dem Leser zu denken gibt. Wirklich empfehlenswert!“ Dorle Neumann, Westfälische Nachrichten, 26.02.16

„Ich hätte es wissen müssen gehört definitiv zu den Geschichten, die man dieses Jahr gelesen haben muss. … Nach der Lektüre sieht man die Welt plötzlich mit anderen Augen und beginnt sein eigenes Handeln zu überdenken.“ Susann Fleischer, Literaturmarkt Online, 26.11.15

"Ein spannender Roman über die Tücken von Facebook und die Gefahren von Cyber-Mobbing." Hajo Steinert/Ute Wegemann, Deutschlandfunk Büchermarkt, 03.10.15

„Dem Autor gelingt es das Phänomen Cybermobbing auf spannende Weise zu thematisieren und zugleich aufzuzeigen, wie drastisch die Folgen sein können.“ Christine Steffen, Neue Zürcher Zeitung, 02.09.15

Leseproben

Kommentare

kvel
26.08.2015

Eine Nacht der (vielen) Wahrheiten.

Inhalt:
Die 16-jährige Victoria, genannt Tori, hat so einiges \“verbockt\”; sie war beim Internetmobbing gegen einen Mitschüler beteiligt; nachdem dieser sich das Leben genommen hatte, hat sie am nächsten Tag ihren Verhandlungstermin vor Gericht.
In eben jener Nacht bekommt sie zufällig einen Anruf von einem Unbekannten; dieser sagt ihr, dass er sich gerade das Leben nehmen wolle und sie solle ihm einen plausiblen Grund sagen, es nicht zu tun.

Diese eine Nacht hat es in sich: Eine Nacht mit vielen Erkenntnissen – und einem nicht (immer) einfachen Weg zur Selbsterkenntnis.

Hint: Die erzählte Zeit ist nur diese eine Nacht vor Toris Verhandlung.

Meine Meinung:
Das Leben von Jugendlichen / Heranwachsenden ist in der Tat wirr, unvorhersehbar, überraschend, chaotisch; ebenso deren Gefühlsleben / -chaos; ich finde, dies wurde in dem Roman gut herausgearbeitet.

Ebenfalls finde ich, dass das nächtliche Leben im Hause der Familie der Protagonistin gut dargestellt ist: Man trifft sich nachts in der Küche bei der Kaffeemaschine; der große Bruder, der noch etwas für die Schule vorbereiten muss; der Freund des Bruders, der Tori bei ihrem nächtlichen, stundenlangen Telefonat zur Seite steht.

Auch die Gefühlswelt der Geschwister finde ich sehr gut dargestellt: Der große Bruder, der immer für Tori da war; jetzt aber tief verletzt ist und nicht mehr mit Tori spricht; es sind sehr viele verletzte Gefühle im Spiel.

Sehr gut von der Autorin fand ich, dass die Eltern (insbesondere ihre \“Helikopter-Mutter\”) nicht öfters in dem Raum bzw. in Toris Zimmertür auftaucht, und die Geschichte wirklich unter den jugendlichen Protagonisten spielt.

\“Nicht schuldig zu sein, bedeutet nicht, dass du unschuldig bist.\” (S. 5)

5 Sterne (von max. 5 Sternen)


Philine Fischer
13.08.2015

Ein Buch, das einen auch im Nachhinein beschäftigt. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, endet dieses unvorhersehbar. Ein Buch, was ich nur empfehlen kann.


Lauras Leseecke
09.08.2015

Der Einstieg in die Geschichte wird einem als Leser nicht wirklich leicht gemacht. Die Protagonistin Tori verschließt sich sehr und blockt jeden Gedanken an das, was sie getan hat ab.
Das ändert sich auch im Laufe des Buches nicht, aber dafür findet man an jedem Kapitelende einen Auszug aus einem Chatprotokoll, durch das man nach und nach Einblicke in den Verlauf der traurigen Vorgeschichte kommt.

Auch nach Beenden des Buches kann man als Leser nicht sehr viel über Toris Charaktereigenschaften sagen. Sie scheint unsicher und wehmütig zu sein, fühlt sich allein gelassen und verleumdet.
Aber darüber kann ich hinwegsehen, denn in der Situation, in der Tori sich befindet, ist es nahezu unmöglich positive Charaktereigenschaften hervorzuheben. Allerdings wird im Laufe der Geschichte klar, dass Tori keinesfalls ein schlechter Mensch ist.

Tori ist seit ein paar Wochen völlig abgeschnitten von der Außenwelt, seit sie angeklagt wurde, weil sie mitverantwortlich für den Selbstmord eines Mitschülers sein soll. Ihr wurden Internetzugang und Smartphone gestrichen, stattdessen hat sie nur noch ein altes Klapphandy, auf dem sie, außer ihrem Kumpel Noah, niemand mehr anruft.

Bis eines Nachts ihr Handy klingelt und Andy sich am Telefon meldet. Tori hat noch nie zuvor von ihm gehört und Andy behauptet, er habe ihre Nummer zufällig erwischt. Er sagt, er wolle sich umbringen und Tori solle ihm einen Grund nennen, dies nicht zu tun.

Ab diesem Zeitpunkt wird aus dem Buch ein echter Pageturner, man möchte unbedingt wissen, was Andys Beweggründe sind und ob Tori es schafft, ihn von seinem geplanten Selbstmord abzuhalten.
Der Schreibstil von Tom Leveen sorgt noch dazu dafür, dass man sich die Ereignisse bildlich vorstellen kann, sodass der Leser ein viel besseres Gefühl für die Charaktere und die schwierige Situation entwickeln kann.

Das Ende hat mir wahnsinnig gut gefallen, es war wirklich überraschend und noch dazu emotional und nachvollziehbar. Schade finde ich nur, dass der Leser nicht mehr erfährt, wie es mit Tori weitergeht. Lediglich eine kleine Prognose eines Verwandten bezüglich des Urteils bekommt der Leser, was allerdings kein wirklicher Trost ist.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen, wer einen spannenden, nachdenklich stimmenden Jugendroman sucht, wird an diesem Buch ganz bestimmt Gefallen finden.


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