Himmelhoch

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Mark Vanhoenacker

Ein überraschender Blickwinkel auf das Thema Fliegen – für Fans von „Die Erde von oben“

Es beginnt mit einer Verwandlung: Am Boden schwer und ungelenk, verlässt das Flugzeug nach einem Spurt die Erde und steigt federleicht in den Himmel. An den Passagieren ziehen glitzernde Metropolen und vereiste Gebirge vorüber. Wie ist es möglich, dass wir eine Reise durch die Luft unternehmen können? Von einem Kontinent zum anderen schweben? Mark Vanhoenacker arbeitete als Journalist, bevor er sich seinen Lebenstraum erfüllte. Heute steuert er Flugzeuge über den ganzen Globus, das Staunen hat er trotzdem nicht verlernt: über die Technik genauso wie über die Schönheit und die Verletzlichkeit der Erde unter ihm. Vielleicht ist das Fliegen nämlich doch ein Wunder, wenn man nur mit offenen Sinnen reist.


Über den Autor

Mark Vanhoenacker

Mark Vanhoenacker, geboren 1974 in Massachusetts, USA, studierte in Cambridge Geschichte und arbeitete danach als Unternehmensberater, um sich dann bei British Airways als Pilot ausbilden zu lassen. Heute fliegt er Mittel- und ...

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"So ist das zwischen Populärwissenschaft und Belletristik jonglierende Werk für Schwärmer wie Technikversessene empfehlenswert. Vanhoenacker ist ein Philosoph des Fernwehs wie der Erdverbundenheit, wobei das Eigene erst im Spiegel der Fremde Konturen gewinnt (…).“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.16

"Es ist ein literarisches First-Class-Erlebnis, mit ihm von Kontinent zu Kontinent zu schweben." Kleine Zeitung, 13.03.16

"Was Vanhoenacker mit seinem ungewöhnlichen Buch gelingt, ist ein Bild des modernen, globalisierten Menschen, eine Art Großessay über das Leben im Dazwischen." Norbert Zähringer, Literarische Welt, 13.02.16

"... eine einfühlsame Poesiestunde." DLR-Magazin, September 2016

5 Fragen an …

Mark Vanhoenacker

Was ist der größte Unterscheid zwischen dem Blick des Piloten und dem Blick des Passagiers auf die Erde?

Der größte Unterschied liegt wohl darin, dass der Pilot vorne aus dem Flugzeug herausschauen kann. Als ich als Kind zum ersten Mal während eines Flugs das Cockpit besuchte, hat mich das am stärksten fasziniert – diese große Fläche aus Glas und darunter die ganze Welt. Passagiere allerdings müssen während des Flugs nicht arbeiten und können das Erlebnis des Flugs ungestört auf sich wirken lassen – Musik hören oder am Fensterplatz lesen, oder einfach zuschauen, wie sich draußen die ganze Welt verändert. Ich liebe es, als Passagier zu fliegen und ich bitte immer um einen Fensterplatz – auch wenn mich meine Freunde deshalb auslachen.

Worin unterscheidet sich die Arbeit an einem Buch von der Arbeit im Cockpit?

Ich denke, dass diese beiden Aufgaben sehr unterschiedliche Regionen des Gehirns benutzen. Viele Piloten und Kollegen in der Kabine haben ein intensives Verhältnis zur Schönheit des Fliegens, das ich mit meinem Buch bewusst machen wollte. Ich habe das so formuliert: Fliegen und über das Fliegen schreiben verhalten sich zueinander wie die beiden Seiten einer Medaille. Und die Planung jedes Flugs – vom Start bis zur Landung – erschien mir insgesamt als der richtige Weg, das Buch zu gliedern.

Was ist spannender zu fliegen: ein kleines Flugzeug oder eine Boeing 747?

Natürlich hat beides seine Reize. Als Kind war ich von der Vorstellung fasziniert, große Flugzeuge zu fliegen, diese riesigen Schiffe am Himmel, die zwischen den verschiedenen Teilen der Welt abertausende Kilometer zurücklegen. Ganz sicher mag ich es auch, kleine Maschinen zu fliegen. Aber wenn ich vor einem 13-Stunden-Flug, zum Beispiel von Singapur nach London, um eine 747 herumgehe, dann bin ich wieder der zehnjährige Junge mit den großen Augen, in grenzenloser Ehrfurcht vor der Maschine, die solche Reisen möglich macht.

Haben Sie einen Lieblingsflughafen?

Wahrscheinlich ist Heathrow mein Lieblingsflughafen. Ich habe Geschichte studiert, und ich mag die Vorstellung, dass Heathrows Bedeutung als großes Drehkreuz Londons Vergangenheit als eine der großen Städte der Welt aufnimmt, tief verbunden mit den entferntesten Gegenden des Planeten – zuerst mit dem Schiff, dann mit dem Flugzeug. Und wenn du von Osten her einfliegst, über der Themse schwebend, über die alten Docks und die modernen Wolkenkratzer, nun, dann ist das ein Bild der Gegensätze, das ich als Historiker genieße.

Welches ist für Sie das schönste Flugzeug?

Für mich ist das definitiv die Boeing 747. Ich frage mich im Buch, warum sie so toll aussieht, obwohl sie vorne diesen Hubbel hat. Wahrscheinlich erinnert sie uns an den Schatten eines Vogels: der Hubbel als Kopf an der Spitze eines langen Körpers mit breiten Flügeln. Aber warum auch immer: ich bin nicht allein mit meiner Überzeugung, dass dies das schönste Flugzeug aller Zeiten ist.

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