Genpoolparty
Martin Moder

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Details zum Buch
Wie die Wissenschaft uns stärker, schlauer und weniger unausstehlich macht
  • Erscheinungsdatum: 18.02.2019
  • 208 Seiten
  • Hanser Verlag
  • Paperback
  • ISBN 978-3-446-26190-7
  • Deutschland: 19,00 €
  • Österreich: 19,60 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-26302-4
  • E-Book Deutschland: 14,99 €

Vom Science-Slam-Europameister und neuen Science Buster: Über die unglaublichen Möglichkeiten der Molekularbiologie den Menschen zu optimieren.
Wie hat die Biologie Sie zu dem wunderbaren Menschen gemacht, der Sie ohne Zweifel sind? Tragen Sie selbst die Verantwortung für Ihre Intelligenz? Oder können Sie die Schuld jemand anderem zuschieben? Das neue Buch von Science-Slam-Europameister Martin Moder entführt uns in die Naturwissenschaft der Zukunft – und klärt dabei spielerisch die bedeutendsten Fragen unserer Zeit. Kann man Weicheier zu Alphatieren machen, indem man ihnen ins Gehirn leuchtet? Darf man eine Genschere am Flughafen mit ins Handgepäck nehmen? Und wie wird man eigentlich weniger blöd?
Molekularbiologie auf Nobelpreis-Niveau – vom jüngsten und bestgebauten Science Buster.

Martin Moder

Martin Moder

Martin Moder, geboren 1988, ist promovierter Molekularbiologe am Forschungszentrum für Molekulare Medizin in Wien. 2014 wurde er der erste Science-Slam-Europameister. Er ist Mitglied der Science Busters. 2016 erschien sein Buch ...

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Presse

"Martin Moder erklärt die bedenklichen Entwicklungen in der Gentechnik mit Humor und Sprachwitz. Es gibt keinen anderen Bereich der Wissenschaft, in dem Erkenntnisse so schnell publiziert werden wie in der Genetik (...) Genau da hakt Martin Moders mit seinem Buch „Genpoolparty“ ein. Als Mikrobiologe und Genetiker ist er bestens über den Stand der Entwicklungen in der Gentechnik informiert. Und als Mitglied der Kabarettgruppe Science Busters versteht er es, einem Publikum komplexe Zusammenhänge humorvoll zu vermitteln." Peter Iwaniewicz, Falter, 22.03.19

5 Fragen an …

Martin Moder

Sie sind promovierter Molekularbiologe, Europameister im Science Slam und Mitglied der Science Busters. Wie viel Humor braucht die Wissenschaft?
Im Prinzip würde Wissenschaft gut ohne Humor auskommen. Aber wozu sollte das gut sein? Es würde auch Schwarz-Weiß-Fernsehen reichen, aber mit Farbe ist es für alle deutlich angenehmer. Interessant ist Wissenschaft ohnehin, ich sehe nur Vorteile darin, sie obendrein auch unterhaltsam zu machen. Mir kommt vor, dass Wissenschaftler sehr oft und gerne über sich selbst lachen. Vermutlich braucht es das, um nicht verrückt zu werden.

In Genpoolparty zeigen Sie, wie die Wissenschaft uns „stärker, schlauer und weniger unausstehlich“ macht. Wie klappt’s denn nun mit dem besseren Charakter aus dem Reagenzglas?
„Charakter“ ist ein schwer zu definierender Begriff. Außerdem ist er nicht neutral, sondern moralisch wertend, was ihn für die Wissenschaft eher uninteressant macht. Das beste Maß für die Persönlichkeit eines Menschen ist der sogenannte „Big Five Persönlichkeitstest“, der die unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen in Relation zur restlichen Bevölkerung setzt. Da spielen genetische Einflüsse tatsächlich eine Rolle und da könnten Biologen theoretisch ansetzen. Die Schwierigkeit liegt jedoch darin festzulegen, was einen Charakter besser macht. Es gibt nämlich keinen „idealen“ Charakter, an dem man sich orientieren könnte. Schon alleine deshalb, weil das was als „ideal“ gilt, meist kontext- und kulturabhängig ist. Ein entscheidender Punkt des Buches ist, dass es ein absolutes Ideal niemals geben kann und man deshalb nicht sauber definieren kann, was eine Verbesserung darstellt.

Was empfehlen Sie Optimierungs-Enthusiasten?
Macht einen netten Spaziergang, esst ein Eis und nehmt euch selbst und das Leben nicht ernster als notwendig.

„Der Mensch erschafft sich neu“, „Wir spielen Gott“ – die Molekularbiologie schafft es mit Verfahren wie CRISPR immer wieder in die Schlagzeilen. Welche Bedenken, glauben Sie, sind gerechtfertigt und wichtig – und wo beginnt der Alarmismus?
Der Mensch hat sich schon immer neu erschaffen. Deshalb sehen wir auch so anders aus als die restlichen Trockennasenprimaten. Bisher war das ein langwieriger und brutaler Prozess aus Mutation und Selektion. Anders ausgedrückt: Die mit den nachteilhaften Genveränderungen sterben jung oder dürfen sich nicht fortpflanzen. Unterm Strich ist Evolution ein sehr grausamer Anpassungsprozess. Wenn jemand sagt, wir würden durch die gezielte Veränderung des Menschen Gott spielen, sage ich: „Hoffentlich sind wir dabei weniger grausam als er.“

Welche Themen werden uns im Bereich Molekularbiologie in den nächsten Jahren am meisten beschäftigen?
Wir erleben erstmals eine Situation, in der die gezielte Veränderung des Menschen nicht mehr eine Frage des Könnens ist, sondern eine Frage des Wollens. Zugleich wurden Genomveränderungen so einfach, dass eine kleine Gruppe motivierter Menschen dazu in der Lage wäre, gezielt in das Erbgut menschlicher Embryonen einzugreifen. Meine Vermutung: Es wird alles nicht so schlimm. Vielleicht wird es unterm Strich sogar ganz toll. Wir haben oft große Angst vor Neuem. Das ist gut, es macht uns vorsichtig. Aber es sollte uns nicht blind machen für das Potenzial, Gutes zu ermöglichen.

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