Friedhof der Unschuldigen

Friedhof der Unschuldigen

Andrew Miller

Frankreich, Ende des 18. Jahrhunderts: Im Schloss von Versailles wird dem jungen Ingenieur Jean-Baptiste Baratte von höchster Stelle ein Auftrag erteilt. Er soll den Friedhof der Unschuldigen demolieren, der, mitten in Paris gelegen, Hunderttausende von Toten beherbergt und dessen Ausdünstungen die Stadt langsam vergiften, so dass der Wein in den Kellern zu Essig wird, Fleisch binnen Minuten verfault. Aber es soll möglichst unauffällig geschehen, der Pöbel ist abergläubisch und will die Totenruhe nicht gestört sehen. Miller erzählt diese Geschichte vom Vorabend der Revolution und den widerstreitenden Kräften des Alten und des Neuen in einer kühnen, eleganten Prosa.


Über den Autor

Andrew Miller

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Andrew Miller wurde 1960 in Bristol geboren, lebt in Somerset. Für seinen ersten Roman Die Gabe des Schmerzes (Zsolnay, 1998) erhielt er 1998 den Impac Dublin Literary Award. Der Roman wurde in 16 Sprachen übersetzt.  Außerdem bei ...

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Friedhof der Unschuldigen

Presse

"Miller, Spezialist für schlaue historische Romane, schreibt sinnlich präzise, lässt Bilder entstehen, die uns entführen in die Anfänge unserer modernen Zeit. (...) Und so wird aus einem Buch über einen dunklen Ort ein helles Wunder." Florian Gless, stern, 01.08.2013

"Ein ernsthaftes, atmosphärisch dicht aufgeladenes Epochenpanorama, in dem viele Grundfragen der menschlichen Existenz anklingen." Christoph Winder, Der Standard, 30.07.13

"Ein historischer Roman ganz ohne Kulissenschieberei - hochspannend, motivisch dicht, schnörkellos und elegant." Christian Möller, WDR5, 17.08.13

"Millers historischer Roman wirft einen kühlen Blick auf den Totentanz eines sterbenden Regimes und auf eine Gesellschaft, die längst in einem Zustand von falscher Friedhofsruhe die Zeichen der Zeit verpasst. „Der Friedhof der Unschuldigen“ ist aber auch ein sattes Sittengemälde mit vielen skurrilen und schrägen Figuren, mit einer Liebesgeschichte, die nicht sein darf, und spannenden Ausblicken auf kommende Ereignisse, bei denen der Arzt Guillotine eine ganz spezielle Rolle übernehmen wird." Margarete von Schwarzkopf, NDR Bücherwelt, 10.09.13

"Andrew Millers historischer Roman hält einen Vergleich mit Patrick Süskind und Hilary Mantel aus". Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.07.13

Leseproben

Kommentare

tina
20.09.2013

Eine alte Kirche, eine alte Orgel und ein genauso alter Organist. Er spielt in der alten Kirche auf der kaputten Orgel und wird von einem jungen Mann unterbrochen, den er fälschlicherweise für den jenigen hält, der die Orgel reparieren soll. Doch der junge Mann ist nur auf der Suche nach dem berüchtigten Totengräber. Er soll den alten Friedhof vermessen und anschließend zerstören, doch der Organist beginnt, seine Fäden zu ziehen und der junge Vermesser ist gepackt von seinem Gegenüber und läßt fast alles mit sich machen….

Eine faszinierende Geschichte!


H. Hensel
06.08.2013

Das Buch war für mich zunächst nicht ganz so einfach zu lesen, da ich mich an den Schreibstil, dem 18. Jahrhundert angepasst, erst einmal gewöhnen musste. Andrew Miller ist es jedoch gelungen, mich mit in diese Epoche zu nehmen, beinahe kann ich die Ausdünstungen der Gräber und den Atem der Bewohner im Viertel um den Friedhof wahrnehmen. Zum Glück jedoch nur beinahe. Die örtlichen Gegebenheiten sind mir vertraut geworden, die Protagonisten erhalten ein Gesicht. Und auch Baratte, in seiner zunächst unbeholfenen Art, insbesondere menschlichen Gefühlen und/oder Abgründen gegenüber, ist mir ans Herz gewachsen.


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