Die Unwissenheit

Die Unwissenheit

Milan Kundera

Irena hatte immer das Gefühl, sie könne über ihr Leben nicht selbst entscheiden. Seit sie Prag 1968 verlassen hat, lebt sie in Paris und fühlt sich weder hier noch dort zu Hause. Doch eines Tages trifft Irena einen Mann, den sie zu kennen glaubt. War er es nicht, mit dem damals, vor vielen Jahren, eine Liebesgeschichte begann? Plötzlich scheint es möglich, die Erfahrungen, die Erinnerungen miteinander zu teilen und ein neues, eigenes Leben zu beginnen ...


Über den Autor

Milan Kundera

Milan Kundera, 1929 in Brünn geboren, lebt in Paris. Bei Hanser erschienen zuletzt Der Vorhang (2005) und Die Kunst des Romans (2007).

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Die Unwissenheit

Presse

"Der Altmeister der Missverständnisse und wunderbaren Illusionslosigkeit hat ein sehr reifes und sehr weises Werk vorgelegt - den perfekten Roman über Heimat und Heimatlosigkeit." Rainer Schmitz, Focus, 12.2.01

"Milan Kundera hat einen brisant aktuellen politischen Roman geschrieben, intelligent und passioniert, komplex und schlank. Dieses Buch setzt Maßstäbe." Gunhild Kübler, Weltwoche, 8.2.01

"Ein kluges Buch voller denkwürdiger Betrachtungen über das Gedächtnis, die Musik und die Zerrissenheit des Menschen." Frankfurter Rundschau Magazin, 10.2.01

"Milan Kundera schreibt in der Unwissenheit seinen Roman von der Unerträglichen Leichtigkeit des Seins weiter... Die Unwissenheit ist ein eindringliches Liebes-Buch über Menschen, die ausziehen müssen und das Fürchten lernen. Zurückkehren können sie nicht." Verena Auffermann, Süddeutsche Zeitung, 17./18.02.01

"Irene und Josef, diese beiden seelenverwandten Leidensgenossen, finden und verzehren sich für einen kurzen Moment. Aber die Möglichkeit ihres gemeinsamen Glücks beruht nur auf einer Lüge, ihr Nähe schlägt abrupt um in Fremdheit. Und so flüchten sie denn, geschickt geführt von einem Reflexionen und Beschreibungen, Erdachten und Erlebtes genial verknüpfenden Autor, aus ihrer alten, verlorenen abermals in ihre neue, fremde Heimat. Zurück bleibt ein von der Erzählkraft Kunderas ebenso verzauberter wie betäubter, von der unaufhebbaren Fremdheit und ausweglosen Heimatlosigkeit der Figuren ebenso angerührter wie erschütterter Leser." Frank Dietschreit, RADIOkultur (SFB/ORB), 01.04.01

"Man muß den Roman wohl zweimal lesen, um ihn ganz zu begreifen. Bei der ersten Lektüre ist man geblendet von der Perfektion. Bei der zweiten ahnt man deren raffinierte Dialektik. (...) ein aufregender Roman, eine literarische Nachbildung des menschlichen Gedächtnisses mit seinen Fäden und Lücken..." Ursula März, Literatur und Kritik (Radio Bremen Zwei), 11.03.01

"Kundera hält die Fäden in der Hand und führt Regie. Daraus folgt naturgemäß, dass er seine Figuren immer auch instrumentaliesiert: Er nutzt sie, um Erfahrungen zu machen, um Erkenntnisse zu gewinnen. ... Kundera hat mit diesem Roman nach einem langen Weg seinen Ausgangspunkt wieder erreicht. Er ist von der Heimat in die Fremde gegangen und zurück in die Heimat, um doch nur endgültig in der Fremde anzukommen." Martin Lüdke, Die Zeit, 15. 02.01.

"'Die Unwissenheit', Kunderas dritter auf Französisch geschriebener Roman, zeigt auf knapp 180 Seiten seine gesamte Kunst: die aller Überflüssigkeiten entkleidete, klare Sprache, die souveräne Entwicklung einer Geschichte und den klugen Blick in das Innenleben seiner Figuren." Julia Kospach, Profil, 26.02.01

»Ein großes Buch über den Verlust von Heimat und den Schmerz gegenseitiger Ignoranz ... weise und mit Kunderas ganz besonderer Fähigkeit, das Leichteste mit dem Schwerwiegendsten zu verknüpfen, erzählt.« Brigitte, 07.03.01

"Ein glänzender Erzähler ist Milan Kundera, weil es ihm gelingt, seine Figuren wie beiläufig zu führen. ... Ein Meister der Architektur ist Kundera auch, denn es gelingt ihm (...) Geschichten so subtil zu fügen, dass die Moral von der Geschicht` bloß durchscheint. ... Kundera, ein später Schüler von Proust, hat es schon erkannt: dass erst der Erzähler vielleicht etwas herstellt, wovon dieses Leben niemals wissen kann, ein zitterndes Ganzes. Dafür, Bewunderung und Lob." Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung, 15.02.01

"Kaum ein Schriftsteller nimmt seinen Leser so ernst wie Kundera, kaum einer bietet ihm so viel und fordert zugleich doch nur: Mitgehen und Mitdenken. Schlackenlos ist diese Prosa, gänzlich frei von epischen Aufschäumungen, wie sie die routinierten Romanmaschinerien vieler Kollegen fast zwanghaft hervorbringen. ... Sein neuer Roman ist traurig, melancholisch und überaus tröstlich." Martin Ebel, Berliner Zeitung, 3./4.03.01

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