Die schattige Hauptstraße

Die schattige Hauptstraße

László Márton

Ignác Halász hieß der Photograph der ungarischen Kleinstadt, die uns László Márton in seinem neuen Roman vorstellt. Seine Porträts von Menschen und Landschaften, die er in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anfertigte, sind verschwunden wie er selbst. Geblieben sind die Schemen der Erinnerung, sind die Schatten, die sich wie Gestalten entlang der ehemaligen Hauptstraße bewegen. Márton erweckt diese Gestalten zum Leben. Anhand des Schicksals zweier Mädchen beschreibt er, wie es den Freunden, Verwandten und Nachbarn von Aranka Róth und Gaby Göz ergangen sein mag, wie in das friedliche, bürgerliche, jüdische Milieu die Geschichte eindrang, wie Menschen verfolgt und diskriminiert wurden und ihnen allmählich nichts anderes mehr blieb als Flucht und Verderben. Ein präziser Bilderreigen von einem der einfallsreichsten Erzähler der jüngeren Generation.


Über den Autor

László Márton

László Márton, 1959 in Budapest geboren, studierte Literaturwissenschaft und Soziologie. Er übersetzte unter anderen Heinrich von Kleist, Goethe und Grillparzer ins Ungarische. Seit 1984 erscheinen Romane, Dramen und Essays; ...

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Presse

"Der Roman selbst wird zu einer Abfolge literarischer Fotografien: In Momentaufnahmen beschreibt Marton die Verwicklungen, die Räume und die Personen, hinter denen die Geschichte der beiden Mädchen verborgen sein müsste."
Klaus Kastberger, Falter, 11.7.03

"Wie kann man über etwas sprechen, worüber man nicht sprechen kann (ohne Wittgenstein zu verraten)? Mártons Buch, das ohne Kerész' "Roman eines Schicksallosen" nicht vorstellbar wäre, beantwortet diese Frage außergewöhnlich originell und radikal, mit schwarzem Humor und gnadenlosem Witz, mit absurder Blasphemie und Morbidität. Mártons satirische Wut kennt keine Grenzen, darin besteht seine Stärke und sein (moralischer) Mut."
Péter Esterházy

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