Die roten Stellen
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Maggie Nelson

Die roten Stellen

übersetzt aus dem Englischen von Jan Wilm
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Details zum Buch
Autobiographie eines Prozesses
  • Erscheinungsdatum: 27.01.2020
  • 224 Seiten
  • Hanser Berlin
  • Fester Einband
  • ISBN 978-3-446-26591-2
  • Deutschland: 23,00 €
  • Österreich: 23,70 €

  • ePUB-Format
  • E-Book ISBN 978-3-446-26734-3
  • E-Book Deutschland: 16,99 €

Ein wahrer Fall – Maggie Nelson schreibt über den brutalen Mord an ihrer Tante und den Umgang mit Mord und Trauer in unserer sensationslüsternden Gesellschaft.

Im Frühjahr 1969 sucht Jane Mixer eine Mitfahrgelegenheit, ihre ersten Semesterferien will sie zu Hause in Muskegon, Michigan, verbringen. Dort angekommen ist sie nie: Sie wird brutal ermordet, ihre Leiche am nächsten Tag ein paar Meilen vom Campus entfernt gefunden, mit zwei Kugeln im Kopf und einem Nylonstrumpf um den Hals. Jahrzehntelang gilt der Fall als ungelöst, bis er 2004 erneut aufgenommen wird – durch einen positiven DNA-Abgleich wird ein neuer Verdächtiger identifiziert und vor Gericht gestellt. Mit großer gedanklicher Klarheit nähert sich Maggie Nelson dem mysteriösen Tod ihrer Tante Jane und dem Prozess, der ihn nach 35 Jahren wieder aufrollt – und versucht dabei, das Wesen von Trauer, Gerechtigkeit und Empathie zu ergründen.

Maggie Nelson

Maggie Nelson

Maggie Nelson, geboren 1973, ist Dichterin, Kritikerin und Essayistin. Sie unterrichtet an der University of Southern California und lebt mit ihrer Familie in Los Angeles. 2016 erhielt Maggie Nelson den ...

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Die roten Stellen

Presse

"Die Mischung aus True Crime und literarischem Memoir [zeigt], wie genial Maggie Nelson Spannung und Theorie, Wahrheit und Fiktion, Erzählung und Fragment verbinden kann.“ Xaver von Cranach, ZEIT, 23.01.2020

"Wenige Autorinnen oder Autoren schaffen es, einen so ins Denken zu bringen, wie Nelson das tut." Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung, 10.03.2020

"Mit ‚Die roten Stellen‘ wollte Nelson […] Zeugin sein – für das Leben von Jane. Zeugin auch des an ihr begangenen Verbrechens. Zeugin wider das Vergessen. Das gelingt ihr auf eindrückliche, berührende Weise.“ Carola Ebeling, taz, 09.02.2020

"‚Die roten Stellen‘ ist die literarische Erkundung eines weiteren Kreises der Hölle, die unser tägliches Leben sein kann. Nelsons Drahtseilakt über dem Abgrund ist schonungslos. Er reißt uns mit in die Tiefe. Aber lieber mit Maggie Nelson in der Hölle schmoren, als im bubble bath der Wohlfühlliteratur ersaufen.“ Sarah Elsing, DLF Kultur, 29.01.2020

"Stilistisch bewegt sich Nelson zwischen nüchtern-distanzierter Analyse und leidenschaftlicher Anteilnahme, mit teilweise Hitchcok-artigem Gespür für das Grauen und das Verbrechen.“ Gérard Otremba, Rolling Stone, 01.02.2020

"Am Ende hat die Ich-Erzählerin Maggie Nelsons einen harten Gerichtstag über sich selbst gehalten, ohne einem verlässlichen Urteil über das eigene Leben näherzukommen. Und genau in dieser Suchbewegung, in dieser unabschließbaren Einkreisung der Geheimnisse des eigenen Existierens liegt die Wahrheit aller großen Literatur.“ Michael Braun, SR2, 02.02.2020

"Maggie Nelson hat Mut, Bildung und Lust am Denken. […] Lesevergnügen und Erkenntnisgewinn sind garantiert.“ Claudia Fuchs, SWR2, 20.02.2020

"In seiner Schonungslosigkeit gleicht dieses Buch einem Obduktionsbericht […]. Was zunächst wie eine mittelmäßige Tatort-Folge klingt, macht Nelson zu einer Tiefenbohrung ins Unbewusste ihrer Familie […]. Mit dem Respekt hat Nelson es nicht so. Dafür umso mehr mit der Wahrheit.“ Dominik Erhard, Philosophie Magazin, 3/2020

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