Die Arbeit der Nacht

Die Arbeit der Nacht

Thomas Glavinic

Jonas ist allein. Zuerst ist es nur eine kleine Irritation, als die Zeitung nicht vor der Tür liegt und Fernseher und Radio nur Rauschen von sich geben. Dann jedoch wird Jonas klar, dass seine Stadt, Wien, menschenleer ist. Ist er der einzige Überlebende einer Katastrophe? Sind die Menschen geflüchtet? Wenn ja, wovor? Jonas beginnt zu suchen. Er durchstreift die Stadt, die Läden, die Wohnungen und bricht schließlich mit einem Truck auf, um nach Spuren der Menschen suchen. Mit wachsender Spannung erzählt Thomas Glavinic davon, was Menschsein heißt, wenn es keine Menschen mehr gibt.


Über den Autor

Thomas Glavinic

Thomas Glavinic

Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren. 1998 erschien sein Debüt Carl Haffners Liebe zum Unentschieden. Es folgten u.a. Die Arbeit der Nacht (2006), Das bin doch ich (2007), Das Leben der Wünsche (2009) und Das größere ...

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Die Arbeit der Nacht

Presse

"Ein wundersam großes Buch, ein Roman über das Selbst und die anderen, über Angst und Mut, über die Brüchigkeit jenes Alltags, der uns so fest zu umschließen scheint, und über die unsichere Grenze zwischen Wachheit und Traum - Thomas Glavinics Meisterstück." Daniel Kehlmann, Der Spiegel, 31.07.06

"Dieser Schriftsteller ist bisher deutlich unterschätzt worden. Zeit, das mit dem fünften Roman endlich zu ändern." Kolja Mensing, Die Tageszeitung, 12.08.06

"'Die Arbeit der Nacht' reiht sich ein in die grosse Tradition österreichischer surrealer Endzeit-Literatur - von Kafka über Kubin und Lebert bis Ransmayr. ... Es ist die hohe Schule der Literatur, mit der Thomas Glavinic Liebe und Leere auf paradoxe Art zu paaren weiss. Sein Roman bleibt am Ende weder dem Helden noch dem Leser den Trost schuldig, 'Teil von etwas Grossem geworden zu sein'." Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung, 15.08.06

"Mehr als ein Roman: ein Kunststück im artistischen Sinne. ... Erzähler erzählen Geschichten, Erzähler von Rang wie Thomas Glavinic erschaffen Welten, in denen wir uns verlieren. Und ausnahmsweise ist das Unbehagen während der Lektüre ein Qualitätsmerkmal." Ulrich Weinzierl, Die Welt, 26.08.06

"Ein kühner, ein grandioser Wurf." Daniela Strigl, Der Standard, 06.08.06

"Ein großartiges Buch, düster und melancholisch. Und spannend bis zur letzten Zeile." Jutta Duhm-Heitzmann, NDR Kultur, 18.08.06

"Ein erstaunliches Experiment. 400 Seiten Roman und nur ein Mensch ... Kein Romanstoff könnte langweiliger und ermüdender sein. Glavinic macht daraus ein wahnsinnig poetisches und spannendes Werk." Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.09.06
"Ein so eindringlicher Roman über die Einsamkeit, den Wahnsinn, die Nacht und das Schweigen der Dinge, dass man selbst als ja eigentlich kühl lesender, mit Bleistift bewaffneter Rezensent mehrere Nächte hintereinander lieber mit Licht einschläft ..." Axel Rühle, Süddeutsche Zeitung, 06.09.06

"Thomas Glavinic hat ein grässlich gutes Buch geschrieben. Wären da nicht seine Ängste vor dem Dunkeln, vor der Einsamkeit, es wäre niemals ein so verstörend schönes Buch wie sein neues Werk 'Die Arbeit der Nacht' entstanden." Nina Berendonk, Süddeutsche Zeitung, 19.09.06

"Der Einfall hört sich etwas großmäulig und menschheitsparabelartig an, ist aber genial. Thomas Glavinic hat den Kinderglücksalbtraum beim Wort genommen und seinen Helden Jonas über einen langen, sehr beeindruckenden Roman über mutterseelenallein gelassen. Ein ungeheures Wagnis. Das sich auszahlt." Iris Radisch, Die Zeit, 28.09.06

"Gelingende Literatur rührt immer an das Geheimnis der Sprache, befragt im Erzählen die Sprache: was sie kann, was sie eröffnet oder verfehlt. Das ist ihr spekulativer Schatz, den Thomas Glavinic in seinem Roman zu bergen sucht. ... In Zeiten der realitätsverfallenen Bücher mit ihren Hinterwelten kann mit dieser literarischen Metaphysik in 'Die Arbeit der Nacht' jeder glücklich werden, der weiß: Nur in der Sprache gibt es etwas zu gewinnen." Christian Döring, Der Tagesspiegel, 15.10.06

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Leseproben

Kommentare

Barbara Meirich
30.05.2007

Die Arbeit der Nacht bring dem Leser unweigerlich viel Arbeit für den Kopf. Schon beim lesen und natürlich danach oder immer wenn man das Buch zur Seite legt Jeder Leser, der dieses Buch intensiv erlebt, kann sich nicht sofort lösen von dieser Geschichte. Fragen die scheinbar offen bleiben klären sich in den Gedanken später, werden wieder verworfen, anschließend neu geformt. Ein Buch in einem Stil geschrieben, der nicht hätte sensibler sein können. Niemals aufdringlich und immer Freiraum für die eigenen Gedanken. Ein großartiges Leseerlebnis


Gabriele Morgenstern
18.01.2007

Eines der sprachlich perfektesten und mitreißendsten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Mit nur einem Menschen wird eine Handlung entwickelt, die spannend ist wie ein guter Krimi. Und auch bei guter psychischer Verfassung (siehe Lesermeinung Bernd Schneider, 18.8.06) kann dieses Buch ziemlich bedrohlich werden, da es unsere Urängste anspricht. Ich bin am überlegen, ob ich es überhaupt weiterempfehlen soll… Würden Sie Kafka weiterempfehlen?


Florian Galler
05.12.2006

Ein spannendes Buch – beklemmend, abgründig. Ein Alptraum, in einer Welt zu leben, in den es niemanden gibt außer der Natur. Großartiges Werk von Glavinic


H. Schmeing
22.08.2006

Eines der besten Bücher der letzten zehn Jahre. Spannend, tiefgründig und unendlich gut geschrieben. Man versinkt förmlich in den Worten, der Sprache!


Bernd Schneider
18.08.2006

Niemals in meinem Leben habe ich ein derartiges Buch gelesen. Ich konnte es kaum aus den Händen legen und hatte den Eindruck, den Roman als Alptraum selbst zu träumen. Ein Buch, das man nur bei stablier psychischer Verfassung lesen sollte. Also: ein Leseerlebnis, hinter dem wohl jede Verfilmung weit zurückbleiben wird.


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