Das Paradiesghetto

Das Paradiesghetto

Eberhard Rathgeb

Ein großes Buch über das Alter

Eliza ist allein. Ihre Töchter haben keine Zeit für sie, nur der Hund leistet ihr Gesellschaft. Sie ist alt, das Leben ist vorbei, doch die Unruhe, die Fragen bleiben. Als Kind war sie glücklich. Mit ihren Eltern ging sie vor dem 2. Weltkrieg nach Argentinien. Sie liebte ihren Vater, aber sie wusste wenig über ihn. Mit ihrem Mann kehrte sie schließlich nach Deutschland zurück. Jetzt schaut sie sich nachts Filme über den Eichmann-Prozess an, die Beschäftigung mit der Judenvernichtung ist ihre Obsession. Sind Lüge und Unwissenheit die Schwestern des Glücks? Diese Frage steht am Ende dieses melancholischen, mit unaufgeregter Selbstverständlichkeit erzählten Romans. Ein großes Buch über das Alter.


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Eberhard Rathgeb

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Eberhard Rathgeb, 1959 in Buenos Aires geboren, folgte mit vier Jahren seinen Eltern nach Deutschland. Heute lebt er in Norddeutschland auf dem Land. Für seinen ersten Roman Kein Paar wie wir (Hanser, 2013) wurde er mit dem ...

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Eberhard Rathgeb liest bei zehnSeiten.de aus "Das Paradiesghetto"

Presse

„Nach „Ein Paar wie wir“, seinem Roman über zwei Schwestern, ist auch "Paradiesghetto“ ein sprachgenaues Frauenporträt."
Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung, 30.09.14

„Rathgeb gelingt es auch, Ausdrucksformen für ein Leben zu finden, in dem – zumindest äußerlich – fast nichts mehr passiert. Sein Roman kommt sehr leise, sehr einfach, daher und ist doch äußerst kunstvoll gemacht. (...) Es entsteht eine große, traurige Geschichte, ein Roman über das Leben und das Unglücklichsein."
Jutta Rinas, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 05.08.14

„Satz für Satz, maßvoll, rüttelnd, ein sachliches Lamento, eine berührende Etüde in Einsamkeit."
Ingrid Mylo, Badische Zeitung, 06.09.14

„Man schwankt beim Lesen ständig zwischen fasziniertem Mitleid und unbändigem Hass auf diese Figur und kommt ihr mit beidem nicht bei. Bis klar wird, was der Roman eigentlich verhandelt: Selbstkasteiung durch Glücksverweigerung und Unglücklichsein als heimliche Glücksproduktion, legitimiert durch ein Auschwitz, das man selbst nie erleiden würde. Eine gespenstische gojische Variation auf das bittere jüdische Bonmot: "Auschwitz werden uns die Deutschen nie verzeihen." Ein Glutkern, dessen tiefe heutige Wahrheit das Blut in den Adern gefrieren lässt."
Pieke Biermann, Deutschlandradio Kultur, 23.08.14

„Dass Eberhard Rathgeb die Frage nach der Verantwortung des Vaters in der Schwebe lässt, ist nur eine Stärke dieses ungewöhnlichen Buches. Es will nicht urteilen, bloßstellen oder gar kühne Thesen zur deutschen Vergangenheitsbewältigung liefern.(...) Zugleich aber entsteht dank Rathgebs musikalischer Sprachkunst so etwas wie ein melancholischer Abgesang: auf eine Generation, die selbst keine Schuld auf sich geladen hatte, aber glaubte, die Verantwortung für das Versagen der Eltern übernehmen zu müssen."
Andreas Wirthensohn, WDR 3 Mosaik / Passagen, 30.09.14

"Feinfühlig verfasst." Hendrik Werner, Weser-Kurier, 01.02.15

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