Canale Mussolini

Canale Mussolini

Antonio Pennacchi

Warum war Mussolini so beliebt? Antonio Pennacchi erzählt den Faschismus in Italien erstmals aus einer neuen Perspektive: Tausende von Bauern aus den ärmlichen Regionen Venetiens wurden ab 1928 in das malariaverseuchte Niemandsland südlich von Rom umgesiedelt, um an der Aushebung des Canale Mussolini mitzuwirken; unter ihnen auch die Familie Peruzzi. Anfang des 20. Jahrhunderts hegten sie noch sozialistische Sympathien. Bald jedoch leisten sie dem Duce überzeugte Gefolgschaft und arrangieren sich mit dem System. Ein Onkel hat gute Beziehungen nach Rom, die Großmutter flirtet sogar mit Mussolini. Pennacchi erzählt eine große Familiensaga über den gewöhnlichen Faschismus und seine Faszination. Sein provokanter, unheimlicher Roman setzt einer ganzen Region ein unvergessliches literarisches Denkmal.


Über den Autor

Antonio Pennacchi

Antonio Pennacchi

Antonio Pennacchi, 1950 in Latina geboren, wo er bis heute lebt, arbeitete als Schichtarbeiter, bevor er 1982 mit dem Schreiben begann. Für Canale Mussolini (Hanser, 2012) wurde er 2010 mit dem renommierten Premio Strega ausgezeichnet.

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Presse

"'Canale Mussolini' ist ein herausragendes Buch, das den Umbruch einer agrarischen Gesellschaft mitreißend schildert." Maike Albath, Süddeutsche Zeitung, 15.02.12

„Ein brillant, witzig und warmherzig erzählter Generationenroman... Wie Pennacchi das Pathos, später auch die Untaten Mussolinis kontrastiert mit den allzu menschlichen Niederungen der Peruzzis, ist weit weg von Verherrlichung - und große Erzählkunst.“ Anne Goebel, Süddeutsche Zeitung, 21.03.2012

"Mit 'Canale Mussolini' ist Antonio Pennacchi sein bisher größter Wurf gelungen." Franz Haas, Neue Zürcher Zeitung, 24.04.2012

"Nur wahren Meistern des literarischen Fachs gelingt es, Politik so in literarische Fiktion zu übertragen, dass sich Tatsachen mit Erfundenem untrennbar verweben. Antonio Pennacchi zählz zu diesen zeitgenössischen Meistern des Romans." Najem Wali, Die Presse, 12.1.13

""Canale Mussolini" ist ein höchst widersprüchliches, lebenspralles Buch - und ein überzeitliches Vermächtnis." Katrin Hillgruber, Der Tagesspiegel, 05.08.12

"So lernen wir den italienischen Faschismus von innen und von unten kennen, in einer Art familiärer Selbstverteidigungsschrift, die an Lebhaftigkeit schwer zu überbieten ist. Und die diesen Faschismus zugleich enthüllt. Genau darin besteht das Kunstfvolle an Pennacchis Roman." Rolf App, St. Galler Tagblatt, 18.07.12

"Der seltene Glücksfall eines witzigen, nachdenklich machenden, manchmal erstaunlichen Familienromans, der einem noch dazu im Plauderton erzählt, warum der Faschismus in Italien so lange lebte und gedieht." Kurt Kister, Süddeutsche Zeitung, 27.07.13

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