Roda Roda

Kritiker oder Liebhaber des alten Österreich? Roda Roda war beides. 1872 als Sandor Friedrich Rosenfeld in Puszta Zdenci (Slowenien) geboren, besucht er in Wien Schule und Universität, ehe er Berufsoffizier wird. Wegen seiner glänzenden satirischen Schriften gerät er bald in Schwierigkeiten mit seinen Vorgesetzten, die schließlich im Hinauswurf aus der Armee gipfeln. Roda Roda, wie er seit 1906 offiziel heißt, schreibt eine große Anzahl humoristischer Erzählungen, Anekdoten, Novellen und Theaterstücke, die in rascher Folge und in vielen Büchern erscheinen. Als sein Theaterstück "Der Feldherrnhügel" in Österreich verboten wird, verlässt er das Land und lässt sich in Berlin nieder. Roda Roda steht auf der Bühnen, vor und hinter der Kamera, zahlreiche Vortragsreisen führen ihn durch halb Europa, 1923 erstmals auch nach Amerika. 1933, nach dem Reichstagsbrand, geht er nach Österreich zurück, muss allerdings 1938 emigrieren. Nach einer Zwischenstation in der Schweiz landet er schließlich 1941 in New York. Schon bald nach seiner Ankunft erkrankt er schwer und stirbt 1945.


Roda Roda

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