Mongo Stojka

Johann "Mongo" Stojka, geb. 1929 und gest. 2014 in Wien, orient-Teppichhändler, Musiker und Veranstalter im Ruhestand, war das Oberhaupt einer der bemerkenswertesten Familien seiner Stadt. Vater des Gitarristen Harri Stojka, Bruder der Ceija Stojka und des Malers Karl Stojka, stand er als Lowara-Roma für eine von den Nazis fast vollständig zerstörte Kultur: jene der alteingesessenen "Zigeuner" Österreichs. In seiner ersten Buchveröffentlichung, dem autobiografischen Band Papierene Kinder (2000), beschreibt Mongo Stojka das Martyrium seiner über 200-köpfigen Großfamilie, aus deren Reihen nur fünf Halbwüchsige und ihre Mutter die Lager und Todesmärsche der Nazis überlebten. Das Buch erregte bei Erscheinen beträchtliches mediales Aufsehen, der Autor wurde in der Folge mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. 2004 ist das Buch Legenden der Lowara. Märchen und Lieder der Roma von Wien im Deuticke Verlag erschienen.

Mongo Stojka

Awards

Bibliographie

Im Deuticke Verlag ist erschienen
2004 Legenden der Lowara. Märchen und Lieder der Roma von Wien

Weitere Veröffentlichungen (Auswahl)
2000 Papierene Kinder. Glück, Zerstörung und Neubeginn einer Roma-Familie in Österreich