Der Carl Hanser Verlag trauert um Barbara König

Die Schriftstellerin Barbara König, eine der langjährigen Autorinnen des Carl Hanser Verlags, ist tot. Sie starb am 22. Oktober 2011 im Alter von 86 Jahren, in Diessen am Ammersee, wo sie seit vielen Jahren lebte.
1958 erschien bei Hanser in der Reihe „Junge Autoren“ ihr erstes Buch, die Erzählung „Das Kind und sein Schatten“. Es folgten zahlreiche Werke, darunter die Romane „Kies“ (1961), „Die Personenperson“ (1965), „Schöner Tag, dieser 13.“ (1973) und „Der Beschenkte“ (1980). 1997 erschienen ihre Erinnerungen an Hans Werner Richter und die Gruppe 47 – der sie als eine der wenigen Frauen angehörte: „Hans Werner Richter. Notizen einer Freundschaft“. Dieses Werk ist ihr letztes geblieben.
Barbara König wurde am 9. Oktober 1925 in Reichenberg, Nordböhmen, geboren. Mit neunzehn Jahren wurde sie wegen ihrer Beziehung zu einem ukrainischen Arzt für ein halbes Jahr von der Gestapo festgesetzt. Nach Kriegsende gelang ihr die Flucht nach Bayern. Hier wurde sie sesshaft und schuf ein bedeutendes Werk, für das sie mehrfach ausgezeichnet wurde.
Der Carl Hanser Verlag trauert um eine Autorin, die mehr als ein halbes Jahrhundert Verlagsgeschichte begleitet hat.