Florian Klenk

"Früher war hier das Ende der Welt"

Reportagen
Erscheinungsdatum: 07.03.2011
Fester Einband, 176 Seiten

Preis: 17,90 € (D) / UVP 25,90 sFR (CH) / 18,40 € (A)

ISBN 978-3-552-05528-5
Zsolnay

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General Terekov steht an der Schranke des Lagers Pavshino, fünf Autostunden von Wien entfernt, im Ländereck der Slowakei, Ungarn und der Ukraine und beobachtet für 150 Euro im Monat seine Schützlinge. Auf einem stacheldrahtumzäunten Feld spielen Inder gegen Pakistani Kricket. Seit der Ausweitung der Schengengrenze 2007 ist es ein Auffanglager für jene, die bei dem Versuch, illegal in den EU-Raum zu gelangen, geschnappt wurden. Florian Klenk berichtet, lakonisch und immer hart am Thema, von Kriegsflüchtlingen, internationalem Mädchenhandel oder von den Methoden verdeckter Drogenermittler. Seine investigativen Reportagen gehen an die Grenze des Vorstellbaren.

"Es schadet nicht, sich ab und an ein paar moralische Standards in Erinnerung zu rufen. In Florian Klenks Buch stehen die Geschichten dazu, die sonst kaum erzählt werden oder schon wieder vergessen sind." Beatrix Novy, WDR, Gutenbergs Welt, 06.03.2011

"Florian Klenk hat genau hingeschaut, nachgefragt und zugehört. Und er hat darüber geschrieben. Ohne moralisierenden Ton und ohne erhobenen Zeigefinger, nüchtern und unprätentiös, plastisch und eindringlich. Wie Mosaiksteine fügen sich die Berichte von Schauplätzen wie Ebensee, der Jugendstrafanstalt Gerasdorf bis hin zu den Elendsquartieren für Afrikaner in Wien zu einem Sittenbild des Landes." Kristina Pfoser, Ö1, 07.03.2011

"Hart an der Schmerzgrenze – die glänzenden Reportagen Florian Klenks." Georg Renöckl, Neue Zürcher Zeitung, 05.05.2011

"Mit Klenk lebt die Tradition der großen Reportagen fort. Er bleibt dort dran, wo andere lieber wegschauen und bestenfalls in liberalen Unverbindlichkeiten verharren." Michael Freund, Der Standard, 21.05.2011

"Wenn Klenk über die 'mörderische Getriebenheit' des österreichischen 'Hyänenjournalismus', den Sextourismus in Tschechien oder von ausländerfreien Kärntner Gemeinden schreibt, lässt er Fakten und rechte Protagonisten für sich sprechen. Das angewandte Wissen, dass Zitate oft bedrohlicher als der Zeigefinger wirken, ist eine weitere Stärke seines engagierten Journalismus." Astrid Kaminski, Berliner Zeitung, 14.07.2011

"Florian Klenk prangert eine Boulevardpresse an, die schamlos Schicksale ausbeutet, ohne Persönlichkeitsrechte zu achten. Er will die Schattenseite einer offenen, rechtsstaatlichen Gesellschaft aufdecken - nach dem Vorbild von Egon Erwin Kisch." Klaus Harpprecht, Deutschlandradio, 13.11.2011
"Seine Reportagen sind Akte literarischer Notwehr, mit der eine demokratische Gesellschaft gegen ihre Selbstzerstörung aufbegehrt. Florian Klenk ist mehr als eine österreichische Institution, er ist eine Notwendigkeit". Karl-Markus Gauß, Süddeutsche Zeitung, 24.11.2011

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