Hélène Berr
Pariser Tagebuch
1942-1944
– übersetzt aus dem Französischen von Elisabeth Edl
Erscheinungsdatum: 04.02.2009
Fester Einband, 320 Seiten
Preis: 21.50 € (D) / 37.50 sFR (CH) / 22.10 € (A)
ISBN 978-3-446-23268-6
Hanser Verlag
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Was es bedeutet, jung zu sein in unsicherer Zeit: Noch im April 1942 beschreibt die Literaturstudentin Hélène in ihrem Tagebuch Paris als Stadt der Lebensfreude. Im Juni bereits muss sie den Judenstern tragen, ihr Vater wird festgenommen, und sie beendet ihre Aufzeichnungen. Als sie das Tagebuch 1943 wiederaufnimmt, legt sie Zeugnis ab vom grassierenden Antisemitismus und von dem Unrecht, das während der deutschen Besatzung geschieht. Hélène Berr steht internierten Juden und ihren Angehörigen bei. Sie schwebt in Gefahr, aber sie will nicht fliehen. Patrick Modiano hat Hélène Berr mit Simone Weil und Katherine Mansfield verglichen. Ihr Tagebuch gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Shoa in Frankreich.
"Eine junge französische Jüdin schildert das Leben unter den Nazis in Paris. Ihr Tagebuch, erst jetzt veröffentlicht, ist ein Dokument der Würde und Menschlichkeit" Romain Leick, Der Spiegel, 02.02.09
"Die Schönheit [des Tagebuchs] liegt vor allem in der darin sich zeigenden Frauengestalt. Hélène Bèrrs Unbeirrbarkeit, dem nahestehenden Unheil entgegenzublicken mit einer Mischung aus Heldenmut und Demut, lässt an die Philosophin Simone Weil denken. [...] Sie ist die französische Anne Frank. Ihr Journal ist der berührende Zeugenbericht einer starken Frau." Joseph Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.02.09
"Ein erschütterndes Dokument. Man wird es in Zukunft in einem Atemzug mit dem Tagebuch der Anne Frank nennen müssen: das Zeugnis der Schönheit der Seele in schwarzer Zeit." Martina Meister, Die Zeit, 05.02.09
"Ein großes Dokument der Selbstbehauptung. [...] Dieses Tagebuch ist eine literarisch anspruchsvolle Schilderung jüdischen Lebens und Leidens im von den Deutschen besetzten Paris, [...] das erschütternde Protokoll eines Abstiegs aus großer Geborgenheit in die Hölle." Johannes Willms, Süddeutsche Zeitung, 17.02.09
"Man hat Ähnliches auch von Anne Franks und Victor Klemperers Tagebüchern gesagt: Diese unerträgliche Mischung aus normalem Alltagsleben, Himbeersafttrinken, den Ausflügen in die Natur, dem Geigenspiel, dem "hinreißenden Herbstwetter" einerseits - und dem täglichen Horror andererseits." Peter Stephan Jungk, Die Welt, 21.02.09
"Erschütternd, klug, unfassbar, schön: Hélèn Bèrrs "Pariser Tagebuch" ist Zeitdokument und literarisches Glanzstück in einem." Ina Hartwig, Frankfurter Rundschau, 10.03.09
Ein Aufschrei gegen die Barbarei, ein menschlich berührendes und historisches Dokument ersten Ranges." Ralph Dutli, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 29.03.09
"...eine so hellsichtige Beobachterin.." Maike Albath, Neue Zürcher Zeitung, 22.04.09
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