Buddy Boldens Blues

Michael Ondaatje

New Orleans, kurz nach 1900: Buddy Bolden, Frauenheld, Friseur und Kornettist, gilt als der Mann, der den Jazz erfunden hat. Eines Tages verschwindet er. Sein alter Freund Webb fahndet in Storyville, dem Hurenviertel von New Orleans, und holt Buddy zurück in die Canal Street, den Ort orgiastischer Musikparaden, wo Buddy spielt, bis er wahnsinnig wird.


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Michael Ondaatje, 1943 in Sri Lanka geboren, lebt heute in Toronto. Mit seinem Roman Der englische Patient (Hanser, 1993), für den er den Booker-Preis erhielt, wurde er weltberühmt. Im Hanser Verlag erschienen zuletzt Buddy Boldens ...

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Presse

"Ondaatje hat Buddy Bolden und seinem Mythos ein literarisches Memorial sondergleichen verehrt: die Roman-Collage "Buddy Boldens Blues". Wem anders hätte dies auch so überwältigend schön und bewegend gelingen können? Denn wie Bolden seine Trompete sprechen ließ, so ist Ondaatjes Sprache in jedem Moment Musik. Die beseelte und doch zupackende Phrasierung, die geradezu lyrische Ausführung machen seine Prosa unnachahmlich ... In seinem Roman, einem Meisterwerk nicht nur für Jazz-Fans, feiert Ondaatje das Musikalische Prinzip der Offenheit und Improvisation des Jazz, aus dem immer wieder andere, schwebende Identitäten, Deutungen und Mythen heraufklingen." Stefan Sprang, Rheinischer Merkur, 17.02.95

"Diese Geschichte handelt mindestens so sehr vom Erzählen wie von der Musik. Wie alle Bücher von Ondaatje setzt sie ... auf die Magie der Andeutung, des isolierten poetischen Bildes." Paul Ingendaay, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.02.95

"Und doch ist 'Buddy Boldens Blues´ süffig zu lesen: die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt, voll Sinnlichkeit, voll Lust, eine Mischung, die sich kaum bei einem anderen Autor findet. Oft zaubert Ondaatje ohne jeden doppelten Boden, hält einen dürren Fakt hoch und verwandelt ihn zwei Seiten später in eine kleine Geschichte, die einen - sehenden Auges - in die Tränen treibt." Konrad Heidkamp, Die Zeit, 07.04.95

"Wie jede wahre Geschichte ist auch diese durch und durch erfunden. ... Buddy Bolden hat vielleich wirklich gelebt. Vielleicht auch nicht. So oder so wird er in Ondaatjes Roman lebendig." Michael Althen, Süddeutsche Zeitung, 11.02.95

"Ondaatjes Prosa, die hier den imaginierten Jazzer als Luftakrobaten beschwört, besitzt in solchen Sprachphrasierungen selbst den verführerischen Sound des ´Unerhörten´." Wolfram Schütte, Frankfurter Rundschau, 11.02.95"Ondaatje, ein Spezialist für unfertige Lebensläufe und poetische Bilderrätsel, verzauberte Choreographien, die den Leser nicht loslassen. Ondaatjes Erzählkunst gewinnt ihren Rhythmus nicht aus der Handlung, sondern aus dem Gegenteil, der angehaltenen Zeit. Ein wunderbares Buch." Ilija Trojanow, Neue Zürcher Zeitung, 22.06.95

"Es ist selten, daß in einem Roman Form und Inhalt derart perfekt aufeinander abgestimmt sind. Buddy Boldens Blues: ein hochmusikalisches, hochpoetisches Buch über die Anfänge des Jazz. Es entsteht ein Text, der so ist wie die Musik, von der er erzählt: rauh, hart und unmittelbar. Oder, an anderer Stelle: traurig, weich und leise. Ein Blues eben. Und wie jeder gute Blues ist auch der von Buddy Bolden ein Gefäß seiner Zeit." Jörg Magenau, Der Tagesspiegel, 19.02.95

"Blendende erzählerische Verve. Das Bild eines orgiastisch sich vor aller Auten in den Wahnsinn hineinjazzenden Trompeters bleibt einem haften - wie ein langsam verklingender Nachhall in der Stille, die im bewußtlosen Leben Buddy Boldens fortan umgab: ein von der Frenesie abebbendes Crescendo in Storyville." Wolfram Schütte, Frankfurter Rundschau, 11.02.95

"Ondaatje zaubert in seinem vergleichsweise knappen, sehr einfühlsamen literarischen und oft poetisch dichten Nachvollzug eine Montage aus Daten, Fakten, Interview- und Filmsequenzen, Photo-Interpretationen und erdachten Gesprächen, die sich auf fast wundersame Weise zum geschlossenen Ganzen fügt." Stefan Jaedich, Welt am Sonntag, 02.04.95

»Ein literarisches Memorial sondergleichen, überwältigend schön und bewegend. Ondaatjes Sprache ist in jedem Moment Musik. Die beseelte und doch zupackende Phrasierung, die geradezu lyrische Ausführung machen seine Prosa unnachahmlich.« RHEINISCHER MERKUR

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