Briefe an Georges

Briefe an Georges

Veza Canetti, Elias Canetti, Karen Lauer, Kristian Wachinger

Ein Dreiecksroman in Briefen: Elias Canetti, der neben seiner Ehefrau ständig wechselnde Geliebte hat, sein Bruder Georges, der sich außer zu schönen Männern zu seiner mütterlichen Schwägerin Veza hingezogen fühlt, und Veza, die ihrem jungen Schwager heillos verfallen ist. Als Veza und Elias 1938 aus Wien nach London fliehen, schreiben beide dem Bruder Georges: vom ärmlichen Emigranten- und hochkomplizierten Eheleben, von Eskapaden und Wahnsinnsanfällen, von Krankheit und Depression. Georges selbst ist schreibfaul, antwortet auf die Briefe kaum, bewahrt sie jedoch auf. Erst im Jahr 2003 werden die Briefe in Paris gefunden und nun zum ersten Mal publiziert.


Über den Autor

Veza Canetti

Veza Canetti, geboren 1897 in Wien, wurde als Jüdin und Sozialistin von den Nazis mit Berufsverbot belegt und flüchtete 1938 mit ihrem Mann Elias Canetti nach England, wo sie 1963 starb.

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Elias Canetti

Elias Canetti wurde 1905 in Rustschuk/Bulgarien geboren und wuchs in Manchester, Zürich, Frankfurt und Wien auf. 1929 promovierte er in Wien zum Dr. rer. nat. 1930/31 erfolgte die Niederschrift seines Romans Die Blendung, der 1935 ...

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Presse

"Ein tatsächlich großes Buch - und das aus gleich drei Federn."
Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.08.06

"... von einer großen persönlichen Intensität - nicht nur ein zeitgeschichtliches Dokument, sondern auch ein Stück Literatur."
Neue Zürcher Zeitung, 22.08.06

"(Ein) atemberaubender Nachlass-Fund. ... Im Kontext der Canetti-Forschung stellen die erst vor wenigen Jahren gefundenen Briefe von Elias und dessen Frau Veza an Georg ... eine Sensation dar."
Harry Nutt, Frankfurter Rundschau, 04.10.06

"Der Fund ist nicht nur für Canetti-Leser, sondern auch für die Exilforschung ein Schatz."
Doja Hacker, Der Spiegel, 31.07.06

"Sensationell sind diese 'Briefe an Georges' aus mehreren Gründen. Vor drei Jahren fand sie der Hanser-Lektor Kristian Wachinger in einem Keller in Paris. (...) Der grösste Wert dieses Fundes liegt aber darin, dass Veza Canetti nun endlich Gerechtigkeit widerfährt, denn diese Briefe sind ihr geheimes Hauptwerk, es glänzt mit vitaler Menschlichkeit und mit ergreifend verzagter Heiterkeit."
Franz Haas, NZZ, 28./29.06

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