Aus tiefstem Vergessen

Patrick Modiano

Ein Mann sieht in der Metro eine Frau, die vor dreißig Jahren seine Jugendliebe war. Damals lebte Jacqueline mit einem anderen im Quartier Latin, schnüffelte Äther und träumte von Mallorca. Heute folgt ihr der Erzähler bis zu einer Party, auf der sie sich zunächst nicht zu erkennen gibt. Eine nostalgische Liebesgeschichte aus dem Paris und London der sechziger Jahre.


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Patrick Modiano, 1945 geboren, einer der bedeutendsten französischen Schriftsteller der Gegenwart, erhielt zahlreiche Auszeichungen, darunter den großen Romanpreis der Académie française und den Prix ...

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"Modianos Bücher sind in einem fernen Land angesiedelt. Sie spielen allesamt in der Vergangenheit, in dem Land, in dem alles in der Schwebe ist. Was einst so klar zu sein schien, was von der bestechenden Evidenz des Gegenwärtigen lebte, erscheint im Abstand der Jahre wie von der Zeit verwischt. In dieser Schwebe der Erinnerung, wo alles zwischen dem, was war, und dem, was hätte sein können, oszilliert, sind die Gesichter verschwommen, die Menschen schattenhaft, die Ereignisse lückenhaft. Doch Patrick Modiano ist ein Magier der Vergangenheit. Denn das ist seine Obsession: sie zurückzuholen, ohne aber, was verloren war, im trügerischen Land der Gewissheit anzusiedeln."
Martina Meister, Frankfurter Rundschau, 22.03.00


"Ein wunderbarer kleiner Roman - eines der schönsten Bucher unseres Fin de siècle."
Martin Krumbholz, Neue Zürcher Zeitung, 09.03.00

"Modiano hat ein leidenschaftliches Buch über den verklärenden Zauber der Erinnerung geschrieben. Seine Sprache ist schnörkellos, seine Sätze sind präzise und kurz, kantenscharfe Rasterpunkte eines detailgenau gebauten Bildes."
Jürgen Adamek, Lübecker Nachrichten, 23.03.00

"Ein Buch, so leicht und flüchtig wie das Erinnern selbst. [...] Das ist so einfach, wie Modiano erzählt, so schön, so schmerzlich. Die letzten Sätze heißen: >Früher einmal war die ganze Straße voll mit Cafés, Kinos, Reparaturwerkstätten, deren Reklameschilder noch zu erkennen sind. Eines von ihnen leuchtete wie ein wachsames Nachtlicht, umsonst.< So müssen Bücher aufhören."
Michael Althen, Süddeutsche Zeitung, 01.04.00

"Es ist diese Illusion, dass das menschliche Hirn im Stande sein könnte, das Verstreichen der Zeit ungeschehen zu machen, und es ist das leise Pathos, mit dem Patrick Modiano diese Illusion beschwört, die dieses Buch zu einem kleinen Wunderwerk der Literatur machen."
Wolfgang Höbel, Der Spiegel, 03.07.00

"Keineswegs gleichgültig hingegen wird dem Leser >Aus tiefstem Vergessen< lassen, zu groß ist der Sog dieses Erinnerungsstroms, der denjenigen, der sich ihm anvertraut, fortreißt zu sich selbst."
Tilaman Krause, Die Welt, 15.04.2000

"Patrick Modiano ist ein Künstler der Erinnerung, der flüchtigen Augenblicke, die bis in alle Ewigkeit im Gedächtnis lauern."
Alexandra M. Kedves, Die Zeit, 11.01.2001

"Er hat einen unverwechselbaren Ton geprägt, eine leise, nostalgische Melodie, die aus seiner schlichten, kargen Sprache hervorklingt und von der man sich in jedem Roman aufs Neue verführen lässt."
Gérald Froidevaux, Tages-Anzeiger Zürich, 12.05.01

"Modiano ist ein Untertreibungskünstler. Das macht seine Bücher zu feinen, wunderbar hingehauchten Sprachkunstwerken."
Wolfgang Höbel, Der Spiegel, 03.07.00

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